Das Pflegestärkungsgesetz II tritt ab 01.01.2017 in Kraft / Was erwartet die stationäre Pflege?

Hier haben wir diesbezüglich einige Informationen für Sie zusammengestellt.

Das erwartet die stationäre Pflege ab 01.01.2017:

•    Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff wird zum 1. Januar 2017 eingeführt.

•    Ab dann gibt es statt der drei Pflegestufen fünf Pflegegrade.

•    Das entscheidende Kriterium ist nicht der individuelle Bedarf, sondern der Grad der Selbstständigkeit. Dieser wird in den folgenden sechs Bereichen erhoben:

-          Mobilität

-          Kognitive und kommunikative Fähigkeiten

-          Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

-          Selbstversorgung

-          Umgang mit Krankheit

-          Gestaltung des Alltagslebens       

Abgrenzung Pflegegrade

•    Auf Grundlage der dabei ermittelten Gesamtpunktwerte werden die Versicherten dann einem von fünf Pflegegraden zugeordnet:

Pflegegrade                  Punktwerte (0 – 100)

1                                   12,5 bis unter 27

2                                   27 bis unter 47,5

3                                  47,5 bis unter 70

4                                  70 bis unter 90

5                                  90 bis unter 100

Überleitung in Pflegegrade

•    Alle Pflegebedürftigen, die vor dem 31.12.2016 eingestuft sind, werden automatisch übergeleitet. Es gibt also keine Neubegutachtung.

•    Pflegebedürftige ohne eingeschränkte Alltagskompetenz erhalten einen einfachen Stufensprung (von Pflegestufe I in Pflegegrad 2, von Pflegestufe II in Pflegegrad 3, von Pflegestufe III in Pflegegrad IV).

•    Pflegebedürftige mit eingeschränkter Alltagskompetenz machen einen doppelten Stufensprung (von Pflegestufe I in Pflegegrad 3, von Pflegestufe II in Pflegegrad 4, von Pflegestufe III in Pflegegrad 5).

•    Insofern wird zu Beginn niemand Pflegegrad I zugeordnet.

Bestandsschutz

•    Es gibt einen Bestandsschutz für die Versicherten, die am 31.12.2016 nach den bisherigen Regelungen Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten haben.

•    Dies ist für die heutigen Leistungsempfänger beruhigend, bedeutet nicht automatisch, dass es den künftigen Leistungsempfängern besser geht.

•    Es kommt durchaus zu Leistungsabsenkungen, wenn man die Leistungen von stationär versorgten Pflegebedürftigen, die ab dem Jahr 2017 neu eingestuft werden, mit Leistungen vergleicht, die stationär versorgte Pflegebedürftige bis Ende 2016 erhalten.

•    Der Bestandsschutz gilt auch für die Höhe der Zuzahlung bei Heimbewohnern.

Weitere Informationen zu diesem Thema, herausgegeben vom „Bundesministeriums für Gesundheit“,  finden Sie unter dem oberen Navigationsbutton „Neu ab 2017 – PSGII“.

Das Team der Kurpark Residenz Haffkrug wird Sie zeitnah schriftlich über die Veränderung zum 01.01.2017 informieren.

 

 

 

Download Free Joomla Templates by vonfio.de