Unsere Senioren kämpfen mit einer Online Petiton um unsere Mitarbeiterin Mira K.

Bericht der Lübecker Nachrichten vom 17.09.2018 - Quelle und Fotos: Luisa Jacobsen

Hier geht es zur Online Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/unsere-senioren-kaempfen-um-unsere-mitarbeiterin-mira-k

Die Senioren der Kurpark Residenz Haffkrug sind entsetzt über die drohende Abschiebung von Mira K. und ihrer Familie. Arbeitgeber und Heimbewohner wollen ihre Küchenhelferin unbedingt behalten.

Edith Niendorf klopft nachdrücklich auf den Tisch. „Wir wollen, dass sie bleibt“, sagt die 80-jährige Bewohnerin der Kurpark Residenz Haffkrug. Mira K. wendet den Kopf ab, sie hat Tränen in den Augen. Sie schaut auf den Tisch, an dem sie zusammen mit ihrer siebzehnjährigen Tochter, ihren Arbeitgebern und drei Senioren aus dem Heim sitzt. Seit zwei Jahren ist Mira K. Küchenhelferin in der Kurpark Residenz. Ihr und einem Teil ihrer Familie droht die Abschiebung nach Albanien. Als ihre Chefs und die Senioren davon erfuhren, waren sie entsetzt. Für sie ist Mira K. mehr als nur eine Arbeitskraft.

Wenn die Tochter volljährig wird, erlischt die Duldung der Familie

„Mira K. ist sehr zuverlässig und engagiert“, sagt Geschäftsführer Jürgen Plötzner. „Unsere Senioren brauchen genau solche Menschen wie sie, um hier einen guten Lebensabend zu haben. Und trotz Bezahlung über dem Mindestlohn habe er große Schwierigkeiten, überhaupt Arbeitskräfte für Küche und Reinigung zu finden. „Wenn Mira K. abgeschoben wird, reißt das hier eine Lücke.“ Genau das kann aber jederzeit passieren.

Gemeinsam mit ihrem Mann und drei Kindern ist die 42-Jährige 2015 aus Albanien nach Deutschland gekommen. Vor einer Blutfehde seien sie geflohen. Mira K. habe Angst, um die Männer in ihrer Familie. Doch das Problem ist: Die Familie ist in Deutschland lediglich geduldet, und das auch nur, weil die 17-jährige Tochter seit zwei Jahren eine Ausbildung macht und noch minderjährig ist. „Im Oktober werde ich 18 Jahre alt“, sagt Denisa K. Ab diesem Zeitpunkt erlischt die Duldung ihrer Familie. Sie und ihr älterer Bruder, der ebenfalls in der Ausbildung ist, dürften in Deutschland bleiben. Ihre Mutter, ihr Vater und ihr 14-jähriger Bruder können jederzeit abgeschoben werden. Das bestätigt auch der Kreis Ostholstein.

Mira K. und ihre Tochter Denisa (17). Wenn Denisa volljährig wird, müssen ihre Eltern und ihr 14-jähriger Bruder zurück nach Albanien

„Die Familie hat sich vollwertig in das soziale System integriert“

Jürgen Plötzner empfindet diese Situation als sehr ungerecht. „Familie K. hat sich vollwertig in das soziale System integriert. Beide Elternteile arbeiten, sie zahlen Miete und Steuern. Die Tochter wird Friseurin, ein Sohn Anlagenmechaniker, beides Berufsgruppen, die schwer Nachwuchs finden.“ Und in ihrer Freizeit engagieren sich die beiden älteren Kinder in Freiwilligen Feuerwehr. Mit allen dazugehörigen Verpflichtungen. Denisa K. nickt. Sie hat in Haffkrug eine Heimat gefunden, gibt sich Mühe in der Ausbildung. Doch momentan geht es ihr nicht gut. „In Gedanken bin ich oft woanders“, sagt sie. Bei der Zukunft, der Frage was sein wird, wenn ein Teil ihrer Familie zurück nach Albanien muss.

Um das zu verhindern, möchten Jürgen Plötzner und Residenzleiter Olaf Stinski Mira K. eine Ausbildung zur Köchin anbieten. Sie würde wieder eine Duldung für Mira und auch den Rest ihrer Familie ermöglichen. Ein Angebot, das Mira K. sofort annehmen würde. „Ich arbeite gern hier“, sagt sie leise. „Ich mache Salate, koche Nudeln und Fleisch und die Menschen sind sehr nett.“ Doch solange der Abschiebestatus besteht, kann sie keine Genehmigung dafür bekommen. Die letzte Chance auf die Ausbildung sei ein Antrag bei einer Härtefallkommission in Kiel, erklärt Jürgen Plötzner. Das wolle man versuchen – und gleichzeitig so viel Aufmerksamkeit wie möglich schaffen.

Edith Niendorf klopft nachdrücklich auf den Tisch. „Wir wollen, dass sie bleibt“

„Warum müssen Gesetze so engherzig sein?“

Auch die Senioren in der Einrichtung wollen sich für Mira K. aussprechen: „Als wir gehört haben, dass sie gehen soll, war ich entsetzt“, sagt Elisabeth Dreier (95) aus dem Heimbeirat. „Die Familie sorgt doch für sich selbst und wir sind so froh, Frau K. zu haben.“

Gerhard Zillmer (88), ebenfalls aus dem Beirat, sagt: „Diese Menschen bringen sich aktiv in unsere Gesellschaft ein, um eine neue Heimat zu finden. Und man müsste doch nur ,ja’ sagen, dann wäre alles gut. Aber warum müssen Gesetze so engherzig sein?“

Die anderen beiden Senioren nicken. Sie hätten mit vielen Heimbewohnern gesprochen, sagt Edith Niendorf. Die meisten – zumal vertraut mit Flucht und Vertreibung – könnten nicht nachvollziehen, warum eine Familie, die sich so bemüht, nun wieder vertrieben wird. Gerhard Zillmer (88), ebenfalls aus dem Beirat, sagt: „Diese Menschen bringen sich aktiv in unsere Gesellschaft ein, um eine neue Heimat zu finden. Und man müsste doch nur ,ja’ sagen, dann wäre alles gut. Aber warum müssen Gesetze so engherzig sein?“

„Als wir gehört haben, dass sie gehen soll, war ich entsetzt“, sagt Elisabeth Dreier (95) aus dem Heimbeirat.

 

Bitte helfen Sie, in dem Sie die Petition unterschreiben:

https://www.openpetition.de/petition/online/unsere-senioren-kaempfen-um-unsere-mitarbeiterin-mira-k

Sicherer Herkunftsstaat Albanien

Länder, von denen angenommen wird, dass die Menschenrechte dort gewahrt werden, werden vom Gesetzgeber als „sichere Herkunftsstaaten“ bezeichnet. Asylanträge von Menschen aus als sicher eingestuften Herkunftsländern werden in aller Regel als unbegründet abgelehnt.

Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen kritisieren häufig, dass die Definitionen eines Staates als sicheres Herkunftsland nicht immer etwas mit der politischen Realität zu tun habe, sondern es auch darum ginge, Flüchtlingszahlen aus diesen Ländern zu minimieren.

Albanien wurde zusammen mit Montenegro und dem Kosovo 2015 von Deutschland zu einem sicheren Herkunftsstaat erklärt.

Quelle und Fotos: Luisa Jacobsen

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Online Petition „Unsere Senioren kämpfen um unsere Mitarbeiterin Mira K.“ Interview des Newsletters (NL) der Kurpark Residenz Haffkrug, über die Petition der Senioren, mit dem Geschäftsführer Jürgen Plötzner.

NL – Herr Plötzner, was ist die Intention der Senioren zu dieser Petition.

J.Plötzner –  Als unsere Senioren erfahren haben, dass unsere Mitarbeiterin Frau Mira K.  und deren Familie demnächst die Abschiebung bevorsteht, war das Unverständnis so groß darüber, dass einheitlich von den Heimbeiratsmitgliedern beschlossen wurde, etwas dagegen zu unternehmen. 

NL – Wer ist Mira K.?

J.Plötzner – Für die Beantwortung dieser Frage muss ich ein wenig ausholen. Unsere Mitarbeiterin Mira K. ist eine albanische Flüchtlingsfrau, welche vor 3 Jahren mit ihrer Familie (Ehemann und 3 Kindern) vor einer Blutfehde aus Albanien geflohen ist. Sie sind somit keine Wirtschaftsflüchtlinge! Das Leben, besonders der männlichen Familienmitglieder, ist durch die Blutfehde bedroht. 

Anfangs hat Familie K. Kirchenasyl bei der evangelischen Kirche in Scharbeutz (Ostsee) erhalten. Die Familie hat in einem kleinen Zimmer in der Kirche gelebt und durfte das Grundstück nicht verlassen, da sie sonst sofort von der Polizei abgeführt und verhaftet worden wären. Trotz dessen, dass Familie K. innerhalb des Kirchengrundstückes auf so engem Raum gelebt hat, haben sie die Hoffnung auf Hilfe und ein Bleiberecht nie aufgegeben. Schon während dieser Zeit kümmerte sich die Familie darum, dass Kirchengelände in Ordnung zu halten.

Schließlich ist es der evangelischen Kirchengemeinde gelungen, dass Familie K. ein befristetes Bleiberecht von der Ausländerbehörde des Kreises Ostholstein erhalten hat. Sie bezogen eine Wohnung im ehemaligen Fischerdorf Haffkrug, und es war von Anfang an für die Familie selbstverständlich, für sich selbst zu sorgen. In Haffkrug haben sie eine neue Heimat und Freunde gefunden.

Die Eltern und Kinder haben Sprachunterricht genommen, um sich in dieser neuen Heimat verständlich zu machen und kommunizieren zu können. Während es den Kindern leichter gefallen ist, die deutsche Sprache zu lernen, so lernen die Eltern noch heute in der Volkshochschule Eutin.

Die Kinder, 2 Jungen und 1 Mädchen, haben, wie schon erwähnt, die deutsche Sprache sehr gut gelernt und gehen hier zur Schule bzw. absolvieren eine Ausbildung. Privat engagieren sie sich unter anderem bei der Freiwilligen Feuerwehr. Zudem engagiert sich die Familie ehrenamtlich bei vielen Veranstaltungen in der Gemeinde.

Im Oktober 2018 wird die Tochter 18 Jahre und Frau K., ihrem Ehemann und dem 14-jährigen Sohn steht deswegen die Abschiebung bevor.

Da die Tochter in der Ausbildung zur Friseurin ist und der älteste Sohn sich ebenfalls in einer Ausbildung befindet, wird diese Familie getrennt. Die beiden ältesten Kinder sind dann hier in Deutschland auf sich alle alleine gestellt, und das muss unbedingt verhindert werden.

NL – Wie haben Sie von dem Schicksal der Familie erfahren und was für Aufgaben hat Mira K. in der Kurpark Residenz Haffkrug?

J.Plötzner – Im Jahr 2017 erhielten wir als Senioreneinrichtung die Anfrage der Kirchengemeinde Süsel, ob wir uns vorstellen könnten, der Mutter einer in Haffkrug lebenden Flüchtlingsfamilie eine Arbeitsstelle in der Kurpark Residenz Haffkrug zur Verfügung zu stellen.

Das Team der Kurpark Residenz Haffkrug hat sich sofort dazu entschlossen, hier Hilfestellung zu leisten und Frau K. einen Arbeitsplatz anzubieten, sofern die Ausländerbehörde und die Agentur für Arbeit dem zustimmen würde. In einem langwierigen Behörden-Prüfungsverfahren wurden alle entscheidenden Kriterien abgewägt, deren Ergebnis eine Arbeitserlaubnis mit allen Rechten und Pflichten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer beinhaltete.

Seit 2017 ist Frau Mira K. eine von 60 Mitarbeitern der Einrichtung. Durch ihre Arbeit als Küchenhilfe leistet sie einen wertvollen Beitrag zum Wohl der hier 123 lebenden Senioren. Sie ist eine sehr freundliche und fleißige Mitarbeiterin und wird zudem durch ihre Umsicht und Hilfsbereitschaft von allen Senioren, Angehörigen, Gästen und Kollegen sehr geschätzt.  Die Arbeit von Frau K. ist weit vielfältiger als nur einfache Hilfsarbeiten in der Küche zu leisten und wird daher von uns über dem gesetzlichen Mindestlohn honoriert.  Schnell hat sich gezeigt, dass Mira K. in der Küche mehr kann, und so würden wir ihr eine Ausbildung zur Köchin anbieten.

NL – „Böse Stimmen“ in den sozialen Netzwerken behaupten, die Flüchtlinge würden ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen. Wie sehen Sie das?

J.Plötzner – Wir stellen fest, dass es seit Eröffnung der Petition überwiegend nur positive Kommentare zur Sachlage in den sozialen Netzwerken gibt. Die Unterzeichnenden nehmen Anteil am Schicksal der Familie und wollen durch Ihre Unterschriften helfen, weil sie sehen, dass sich die Familie vollwertig in das soziale System integriert hat und bleiben sollte. Zumal sie unseren Senioren helfen, lebenswert alt werden zu können.

Allen „Bösen Stimmen“ schenken unsere Senioren keinerlei Beachtung. „Zeitverschwendung wäre es, so die einheitliche Aussage“. Und weiter „dass die arbeitswilligen Flüchtlinge niemanden die Arbeit wegnehmen, da man Jemanden nur etwas wegnehmen kann, was er selbst schon hat oder haben möchte, aber es nicht bekommt, weil es zu wenig davon gibt“.  Da es so viele freie Stellen gibt, kann hier von Wegnehmen keine Rede sein.

Als Arbeitgeber müssen wir zunehmend feststellen, dass auf dem deutschen Arbeitsmarkt freie Stellen in vielen Bereichen immer schwieriger besetzt werden können, obwohl die Bezahlung weit über dem Mindestlohn liegt. Von schlechter Bezahlung kann keine Rede sein, da selbst andere Arbeitgeber die gleiche Problematik haben und sich, was die Gehälter betrifft, mittlerweile zunehmend überbieten.

 

Tatsache ist, dass Arbeitssuchende, welche dem freien Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und über die Arbeitsagentur vermittelt werden, sich erst gar nicht melden, obwohl eine Bewerbungsverpflichtung dafür besteht.  Wir Arbeitgeber erhalten auf offene Stellen, welche wir der Arbeitsagentur melden, schriftliche Vermittlungsvorschläge der Arbeitsagenturen. Auf der Rückseite dieses Schreibens müssen die Arbeitgeber dann per Formular mitteilen, ob der Arbeitssuchende sich vorgestellt hat, ob er eingestellt wurde und wenn nicht, warum er nicht eingestellt wurde.

Ein großer Verwaltungsaufwand, am Ende für nichts, da sich niemand der zu Vermittelnden bewirbt. Scheinbar gibt es von Seiten der Arbeitsagenturen nicht mal Konsequenzen, wenn sich Arbeitssuchende nicht, wie vorgeschrieben, auch tatsächlich bewerben. Eine Rückmeldung, warum sich der Arbeitssuchende nicht beworben hat, erhalten wir Arbeitgeber ebenfalls nicht, und das ist nicht zu begreifen, aber bittere Realität. Wir finden es gut, wenn sich hier arbeitswillige Flüchtlinge beweisen wollen und diese Stellen besetzen, die niemand ausüben möchte, obwohl diese Stellen ebenso wichtig sind. Sie zahlen wie jeder andere Arbeitnehmer ihre Steuern und Abgaben an den deutschen Staat und liegen niemanden auf der Tasche, so wie manch Arbeitsunwillige.

NL – Wie unterstützen Sie die Senioren bezüglich des Anliegens und der Petition?

J.Plötzner – Alle meine Mitarbeiter und ich unterstützen die Senioren bei ihrem und unseren Anliegen mit Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit.

Selbst unsere älteste Bewohnerin, welche mit ihren 104 Jahren noch geistig und körperlich topfit ist, arbeitet daran, die Petition bekannt zu machen. Auf regelmäßigen Petitionstreffen beraten die Bewohner mit uns zusammen, was man noch unternehmen kann, um die Öffentlichkeit um Unterstützung zu bitten.

Es ist bemerkenswert, wie sich unsere Senioren, welche selbst Flucht und Vertreibung kennenlernen mussten, so für Mira K. und ihre Familie einsetzen. Es ist ihnen eine Herzensangelegenheit und wenn Familie K. vor Dankbarkeit mit Tränen in den Augen vor Ihnen sitzt, dann weiß jeder der Anwesenden, dass man das Richtige unternimmt, um ihnen zu helfen.

Allen "Bösen Stimmen", in Zeiten der derzeitigen Flüchtlingsmeinung zum Trotz, kämpfen unsere Senioren um diese Familie. Das wir dieses unterstützen, ist nicht nur weil eine Stelle besetzt werden muss, sondern weil es weit darüber hinaus geht. Bei dieser Familie geht es um Menschen, welche sich nicht einfach hinsetzen, Geld vom Staat als Unterstützung erhalten und ihren Tag sinnlos verbringen, wie so viele andere.

NL – Ist das nicht sehr provokativ ausgedrückt?

J.Plötzner – Ja, weil es tatsächlich Realität ist. Meine Mitarbeiter und ich üben die Seniorenbetreuung aus Berufung aus, welches auch ein wichtiges Einstellungskriterium ist. Ganz klar, dass neben dem Idealismus auch eine gute Entlohnung und die Mitarbeiterfürsorge stehen muss. Nur wenn man das als Arbeitgeber erkannt hat, dass die Mitarbeiter das wichtigste Gut einer Firma sind, und Profitgier nicht vorherrschen sollte, erst dann kann man eine gute Arbeit für Senioren leisten. 

Und selbst wenn es Mitarbeiter gibt, welche Hilfe benötigen, wissen diese, dass sie jederzeit zum Residenzleiter Herrn Stinski und mir kommen können, da es für alles Lösungen gibt.

NL – Wie geht es bezüglich der Petition nun weiter?

J.Plötzner – Gemeinsam mit unseren Senioren und der Öffentlichkeit wird, mit allen rechtlichen Mitteln, weiter für ein Bleiberecht für diese Familie gekämpft. Wenn das, was diese Familie leistet, keine Integration sein, und nicht durch ein Bleiberecht honoriert werden soll, dann stimmt in diesem Land wirklich was nicht mehr.

Die Politik hat die Bürger und ihre persönlichen Anliegen, deren Wünsche und Bedürfnisse, aufgrund von Bürokratie, zu sehr aus den Augen verloren. Alle Unterzeichner schreiben in ihren Kommentaren einhellig, dass die Bürokratie um die Abschiebung dieser Familie, bei dieser Sachlage, überdacht werden sollte.

Viele positive Kommentare und Schreiben sind zwischenzeitlich eingegangen, voran von den Jugendlichen der Freiwilligen Feuerwehr Haffkrug sowie der Schulkameraden des jüngsten Sohnes, welche wir untenstehend veröffentlicht haben.  Beim Lesen ist den Senioren, meinen Mitarbeitern und mir ein Schauer über den Rücken gelaufen, so sehr haben die Zeilen der Jugendlichen uns alle beeindruckt.

Unsere Senioren sind stolz, dass sich so viele der Petition und dem Anliegen inzwischen angeschlossen haben, und es werden täglich mehr. Zwischenzeitlich hat sich die Petition schon weit über das kleine Fischerdorf Haffkrug hinaus herumgesprochen und je mehr Unterschriften zusammenkommen hoffen sie, dass die Politik ihre Anliegen hört und sie als Senioren, welche unser Land nach dem Krieg wieder mühselig aufgebaut haben, nicht mit der Thematik alleine lassen, indem man ihnen diese Familie wieder wegnimmt.

NL – Herr Plötzner, vielen Dank für dieses Interview und viel Erfolg, mit einem hoffentlich glücklichen Ende.

J.Plötzner – Der Dank gebührt meinen Senioren, Mitarbeitern, der Familie K. sowie der Öffentlichkeit, welche Anteil am Schicksal der Familie nimmt.

© 2018 Newsletter Kurpark Residenz Haffkrug. Dieses Interview darf von den Medien und der Presse unverändert veröffentlicht werden.

Hier ein Schreiben von den Kameraden der Freiwilligen Jugendfeuerwehr sowie des Ostseesportvereins Scharbeutz. Das Schreiben der Jugendfeuerwehr besteht aus 3 Seiten und wird leider nur über einen PC vollständig angezeigt. Über IPad und Tablett werden die vielen Unterschriften der Kinder evtl. nicht angezeigt! Wir bitten um Verständnis, dass die Nachnamen der Jugendlichen zu deren Schutz geschwärzt wurden. Die Schreiben liegen der Petition im Original vor.  Wir danken für Ihr Verständnis.

 

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