Verkauf der Immobilie - Ein Interview mit der Geschäftsführung der Kurpark Residenz Haffkrug.

Wie den RN bekannt wurde, steht bei der Kurpark Residenz Haffkrug ein Immobilienverkauf an. Die RN haben diesbezüglich ein Interview mit dem Geschäftsführer, Herrn Jürgen Plötzner, geführt.

RN: Herr Plötzner, wie den RN bekannt wurde, steht die Immobilie, in welcher Sie die Kurpark Residenz Haffkrug betreiben, zum Verkauf an.

J. Plötzner: Es ist richtig, dass die Immobilie, in welcher ich mit zwei Firmen die Kurpark Residenz Haffkrug betreibe, von einer Teileigentümerschaft verkauft werden soll. In dieser Teileigentümerschaft gibt es mehrere Einzeleigentümer sowie eine Schweizer Invest AG, welche die größten Anteile an der Immobilie hält. Ob die darüber hinaus zwei weiteren Einzeleigentümer ebenfalls ihre Anteile verkaufen wollen, ist uns derzeit nicht bekannt. Aufgrund des Verkaufes wird es in den kommenden Wochen mehrere Besichtigungen des Objektes, nicht aber meiner darin befindlichen Betriebe, geben.

RN: Was bedeutet dieses für die Bewohner, Mitarbeiter und den Standort konkret.

J. Plötzner: Wie eingangs erwähnt, steht dieser Immobilienverkauf in keinem Zusammenhang mit unserer Betreiberschaft. Wir haben einen bestehenden PAchtvertag. Zudem haben wir aus unserer Sicht ebenfalls ein seriöses Kaufangebot in Höhe von 10,2 Millionen Euro abgegeben.

RN: Wenn Sie ein seriöses Angebot abgegeben haben, warum wird es dann Besichtigungen mit anderen Interessenten geben?

J. Plötzner: Dass die Eigentümer weitere Angebote einholen, ist für uns absolut nachvollziehbar. Aus diesem Grund hat es in diesem Jahr auch schon eine Vielzahl an Besichtigungen der Immobilie von Interessenten gegeben.

RN: Sind 10,2 Millionen Euro nicht sehr niedrig für eine Immobilie dieser Größe?

J. Plötzner: Ja, das stimmt. Dazu muss man wissen, dass zeitnah mindestens noch einige Millionen Euro in den Brandschutz, Trinkwasseranlage sowie Mängelbeseitigung investiert werden müssen, um einen realistischen Kaufpreis aufzurufen. Der Brandschutz stellt an eine Pflegeeinrichtung die höchste Brandklasse dar, zumal Brandschutz keinem Bestandschutz unterliegt.

RN:  Dennoch haben Sie bisher die Frage noch nicht beantwortet, was der Verkauf der Immobilie für die Bewohner, Mitarbeiter und den Standort konkret bedeutet.

J. Plötzner: Wie einleitend erwähnt, bedeutet der Verkauf der Immobilie keine Veränderung für die Bewohner und Angestellten, da wir einen Pachtvertrag abgeschlossen haben, welcher noch 15 Jahre weiterläuft. Zudem verfügen wir über die Versorgungsverträge mit den Pflegekassen und den Kreissozialämtern.

RN: Bedeutet das, dass Versorgungsverträge an einen Betreiber gebunden sind?

J. Plötzner: Ja, die Versorgungsverträge sind immer „Betreiber gebunden“ und nicht ohne Weiteres übertragbar. Wenn wir nach weiteren 15 Jahren die Betreiberschaft nicht fortführen wollten, oder es zu keinem Betriebsübergang auf einen neuen Betreiber kommen würde, dann kündigen wir die Versorgungsverträge, wodurch das Objekt seine Zulassung als Pflegeeinrichtung verlieren würde.

Sollte es Interesse an einem Kauf unserer "Pflegefirmen" geben, dann müssten entsprechende Verhandlungen mit portenziellen Interessenten darüber geführt werden.

RN: Klingt das nicht weit hergeholt?

J. Plötzner: Ganz im Gegenteil, denn bei einem Verlust der Versorgungsverträge unterliegt die Immobilie den Kriterien einer ganz neuen Pflegeeinrichtung. Da die Immobile 27 Jahre alt ist, würde sie den heutigen Kriterien einer Pflegeeinrichtung nicht mehr genügen. Dieses wurde uns zudem von der Heimaufsicht des Kreises Ostholstein bestätigt.  

RN: Was ist aber, wenn der neue Besitzer Eigenbedarf anmelden würde.

J. Plötzner: Dieser Option sehen wir gelassen entgegen, da wir ja einen rechtsgültigen Pachtvertrag besitzen und an der weiteren Betreibung oder einem Verkauf interessiert sind. Zudem würde es für diesen Fall Rechtsmittel geben, welche wir alle in Anspruch nehmen würden, und jeder weiß, dass so eine Entscheidung Jahre andauern kann.

RN: Wir bedanken uns für dieses sehr offene und ehrliche Interview bei Ihnen und wünschen Ihnen weiterhin gutes Gelingen.

J. Plötzner: Ich bedanke mich ebenfalls für dieses Interview. Wenn weitere Fragen aufkommen, stehen wir zu deren Beantwortung gerne zur Verfügung.

 

Stand: 26.11.2021

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